#fancytravel: Oh, Island! <3

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Ende April/Anfang Mai ist ein großer, großer Traum von mir wahr geworden: Endlich Island. Seit meinem 15. Lebensjahr träumte ich von einer Reise nach Island. Wandern und Zelten irgendwo im Nichts, wo die Natur noch nahezu unberührt und wertgeschätzt wird und man seelenruhig mit Elfen und Trollen Kaffeeklatsch halten kann. Das mit dem Wandern und Zelten hat nicht ganz so geklappt, aber hey – Island!

Da saß ich dann nun, mitten in der Woche im Büro und habe recht kurzfristig und sehr spontan ein Flugticket nach Keflavík gebucht. Die darauf folgenden Wochen nervte ich meinen Umkreis ständig mit diversen Funfacts über Island und meine wahnsinnig große Vorfreude auf das lange Wochenende auf der Insel. Und ja, ich bin bisher schon ganz gut rumgekommen und habe mich in einige Städte und Länder schwer verliebt, aber nie war ich so aufgeregt vor einer Reise.

Island Travel fancyandpants

3, 2, 1 – Los!

Am 27. April war es dann soweit. Donnerstag abends mit dem letzten Direktflug von Düsseldorf aus, ging es nach Keflavík. Kurz nach Mitternacht war ich dann also da, am Flughafen Keflavík. Island, Baby! Mit dem Bus ging es daraufhin 40 Minuten lang weiter nach Reykjavík, wo mein Mann schon auf mich wartete. Wir wohnten mitten in der City im Alda Hotel Reykjavík, welches mich mit einem fettem Mural von Dface begrüßte. Völlig fertig vom langen Tag und der Anreise bin ich in Rekordzeit eingeschlafen und auch schnell wieder aufgewacht. Um 5 Uhr morgens war es nämlich schon taghell und wir Füchse haben die Vorhänge nicht richtig zu gezogen, sodass wir viel zu früh aufwachten.

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Reykjavík, y u so pretty?

Mit viel zu wenig Schlaf haben wir also den Freitag recht früh gestartet. Auf dem Plan stand nur eines: Reykjavík erkunden. Es stellte sich heraus, dass man nach wenigen Stunden die komplette Stadt gesehen hat. Da der Mann noch etwas arbeiten musste erweiterte ich unsere große Runde durch die Stadt, um eine noch größere Runde. Mein Weg führte entlang das Wassers, an der Harpa (Konzerthaus) vorbei, durch die vielen kleinen Straßen, natürlich am Penis-Museum vorbei und die Laugavegí entlang zurück zum Hotel. Es regnete wohl bemerkt in Strömen und irgendwann gab ich völlig durchnässt auf. Den Rest des Tages verbrachten wir nur noch mit der Planung der kommenden zwei Tage.

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Tag 2 – aB in den süden

Samstag ging es gen Süden zum Reynisfjara Black Sand Beach, Dyrhólaey, Skogafoss und Seljalandsfoss. Mein persönliches Highlight war ganz klar der Strand mit seinem schwarzen Sand, den riesigen Wellen und den Basaltformationen, die einen highly instagramable Hintergrund für Outfitfotos boten. Aber auch Skogafoss mit dem perfekten Regenbogenmoment war ganz besonders. Leider haben wir den Fotospot schlechthin aus Mangel an Zeit überspringen müssen. Vor etwa 50 Jahren musste eine DC-3 dort Notlanden und seitdem liegt das Flugzeugwrack da. Zu gerne hätte ich das Flugzeugwrack gesehen.

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Tag 3 – Golden Circle

Den Sonntag haben wir lange im Voraus für den Gullni hringurinn aka. Golden Circle geblockt. Hoch ging es zunächst zum Þingvellir Nationalpark mit seinen auseinander driftenden Kontinentalplatten. Weiter zu Geysir, wo wir eine Stunde lang den Strokkur beim Explodieren beobachteten und Gullfoss, wo ich sehnsüchtig auf multiple Regenbögen wartete, das Wetter aber zu schlecht dafür war und mit einem sehr kleinem Mini-Regenbogen vertröstet wurde. Da wir anders als geplant mit unseren ersten Programmpunkten so schnell durch waren, fuhren wir runter zu Skálholt und schauten uns die Ausgrabungsstätte und geschichtsträchtige Kirche an. Gegen 16 Uhr (exakt geplant, da wir nicht zeitgleich mit den Reisebussen dort ankommen wollten) kamen wir dann bei der Gamla Laugin in Flúðir an. Anderthalb Stunden dümpelten wir in sehr warmem, leicht schwefelig riechenden Wasser rum und verließen gut durchblutet und glücklich die Lagune – auf auf zum letzten Stop. Auf dem Rückweg hielten wir noch bei leichtem Unwetter am Kerið an. Aber es hat sich wahnsinnig gelohnt. Da läuft man nichtsahnung einen Hügel hoch und schaut runter auf einen Kratersee mit karibisch blauem Wasser. Es war so schön, dass ich hochmotiviert bei Wind und Regen glücklich um den Krater rum laufen musste und einmal runter zum See – wenn man schon mal da ist, dann nimmt man auch möglich alles mit, richtig? Just in dem Moment, als wir zurück ins Auto gestiegen sind, fing es an in Strömen zu regnen, als wäre es das Zeichen für „Kinners, heute ist Schluss gewesen“. Im Regen ging es also müde, aber glücklich zurück ins Hotel.

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Tag 4 – Bye Iceland!

Und dann war auch schon ganz schnell alles vorbei. Nach einer langen Tankstellensuche, die auch besetzt war (unsere deutschen Kreditkarten funktionieren an den Self-Service Säulen leider nicht und es war der erste Mai, daher hatten viele Tankstellen erst deutlich später auf oder gar komplett geschlossen), haben wir es geschafft die Karre vollzutanken und sind dann im strömenden Regen zum Flughafen gefahren. Für mich ging es dann über Oslo zurück nach Düsseldorf – mit den schönsten Island-Urlaub-Erinnerungen.

Und wer nach dem zu lang geratenem Text noch nicht genug Island hat, kann sich den Spaß nun auch in Bewegtbild anschauen. 23 Minuten lang volle Kanone Island inkl. schlechter Sound (note to myself: nächstes Mal nicht das Mikro mit Windschutz vergessen). Juhu!

Zu guter letzt, sechs Dinge, die ich auf Island gelernt habe:
  • Island ist teurer, als du denkst. 
    Mir war absolut bewusst, dass Island nicht günstig sein wird. Aber puh… Passend dazu eine kleine Anekdote: Als ich dachte, wir würden Geld sparen, wenn wir mittags einfach nur eine Pommes essen und die kleine Pommes 8€ kostete. Wir haben uns dann doch für was richtiges entschieden…
  • Wenn der Mietwagen-Verleih dir sagt, dass du nicht einfach irgendwo kurz anhalten sollst und brav auf den asphaltierten Straßen bleiben sollst, dann tust du das auch.
    Die Seitengraben sind tiefer als du denkst und wir haben Autos gesehen, die so tief im Graben hingen, dass die erst im Sommer abgeschleppt werden, wenn der Schnee geschmolzen ist.
  • Man muss nicht weit fahren, um fünf komplett unterschiedliche Landschaften zu sehen.
    Gerade mal 15 Minuten aus Reykjavík raus, warst du mitten im Nichts, umgeben von schönen Bergen. Alle paar Kilometer begrüßte uns dann eine ganz andere Landschaft. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.
  • Bargeld wird überbewertet.
    Sag ich doch immer! Schau dir das mal bitte ab, Deutschland. <3
  • Reykjavík ist ein kleines Streetart-Paradies.
    Überraschenderweise konnte man an jeder Ecke Werke von den Großen finden. Super nice!
  • Schlechtes Wetter ist auf Island schön.
    Ich bin die erste, die wegen Regen rumheult. Auf Island war Wind und Regen wunderschön.

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