Die richtige Sonnenpflege ☀️

Es zieht nie so richtig ein, es klebt und dieses ständige Nachcremen und -pflegen ist so unglaublich lästig. Da vergisst man es auch gerne absichtlich mal – die Sonnenpflege. Hier kommen fünf Facts, wieso Sonnenpflege so wichtig ist und was ihr bei der Sonnenschutzwahl beachten müsst.

1. Der Jungbrunnen

Oft werde ich gefragt, warum Asiaten denn immer so schöne Haut haben und so ewig jung aussehen. Meine Theorie: Nein, nicht nur die guten Gene, sondern die akribischen Sonnenpflegerituale sind der Jungbrunnen aller Asiaten. Zu viel Sonne bzw. UV-Einstrahlung lässt die Haut einfach schneller altern. Das mag zwar im ersten Moment nicht sofort sichtbar sein, aber in ein paar Jahren ist Payback-Time – eure Haut vergisst nichts! Der richtige Sonnenschutz ist also die ideale Anti-Aging-Maßnahme.

2. Was bedeutet LSF/SPF?

Der Lichtschutzfaktor beschreibt den Schutz vor UV-Strahlung und wird weltweit nach der „Internationalen Methode zur Bestimmung des Lichtschutzfaktors“ festgelegt. Anhand des LSF/SPF lässt sich ermitteln, wie viel länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. LSF/SPF 20 bedeutet also beispielsweise, dass man theoretisch 20 Mal länger in der Sonne bleiben darf als ohne Schutz.

3. was muss ich bei der verwendung von Sonnenschutz beachten?

Meine vier Faustregeln:
1. Nicht zu lange und zu warm lagern, denn auch Sonnencreme wird schlecht.
2. Besonders die Sonnenterassen (unbehaarte Kopfhaut, Schultern, Rücken, Dekolleté, Nasenrücken, Augenpartien, Wangen, Ohren, Lippen, sowie Fußrücken) schützen.
3. Im besten Fall vor Ort und dem UV-Index entsprechend kaufen. Denn je nach Tageszeit, geografischer Verortung und Bewölkung wird die Sonne anders sein.
4. Regelmäßig nachcremen, d.h. mindestens alle zwei Stunden den Schutz auffrischen.

4. Wann benötige ich sonnenschutz und welchen LSF?

Egal zu welcher Jahreszeit. Besonders viel im Sommer (ist ja klar, da verbringen wir auch die meiste Zeit in der Sonne). Aber auch im Winter wirkt die Sonne auf eure Haut ein. Hinzu kommen Kälte und Wind, die eure Haut austrocken. Örgs.

Für mich gilt immer LSF 50+, obwohl ich nur mit Mühe und Not Sonnenbrand bekomme. Dazu braucht es wirklich eine lange Zeit ohne Schutz in der Sonne. Aber sicher ist sicher, vor allem, wenn man seine schöne Haut zu behalten möchte.

Wer lieber #lebenamlimit spielt:

Hauttyp I – der keltische Typ
Kennzeichen: sehr helle, sommersprossige Haut, blaue oder grüne Augen, häufig rötliche Haare, Haut wird nicht braun
Sonnenempfindlichkeit: extrem hoch
Eigenschutz*: maximal 5-10 Minuten, danach Sonnenbrand
Sonnenschutzstufe: Sehr hoch (LSF 50+)

Hauttyp II – der hellhäutige Europäer
Kennzeichen: meist blonde oder hellbraune Haare, graue, blaue oder grüne Augen und häufig Sommersprossen, Haut wird mäßig braun
Sonnenempfindlichkeit: recht hoch
Eigenschutz*: 10 bis 20 Minuten, danach Rötung
Sonnenschutzstufe: Hoch (LSF 30, 50)

Hauttyp III – der Mischtyp
Kennzeichen: meist dunkelbonde bis braune Haare und vorwiegend braune Augen, Haut wird relativ schnell braun
Sonnenempfindlichkeit: mittel
Eigenschutz*: 20 – 30 Minuten
Sonnenschutzstufe: Mittel (LSF 15, 20, 25)

Hauttyp IV – der mediterrane Typ
Kennzeichen: meist dunkle Haare und braune Augen (südländischer Typ), nie Sommersprossen, Haut wird schnell und deutlich braun
Sonnenempfindlichkeit: gering
Eigenschutz*: mehr als 30 Minuten
Sonnenschutzstufe: Niedrig (LSF 6, 10)

Hauttyp V und VI – der dunkelhäutige Typ
Kennzeichen: dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkle Haare
Sonnenempfindlichkeit: kaum oder nie Sonnenbrand
Eigenschutz*: mehr als 90 Minuten
Sonnenschutzstufe: Niedrig (LSF 6, 10)

*Eigenschutzzeit für Sonneneinstrahlung am Mittag im mitteleuropäischen Hochsommer

5. Welche Sonnenpflege nutze ich bei empfindlicher Haut, schnell allergisch reagierenden Haut?

Es gibt zwei Arten von Sonnenschutz: die chemische und die physikalische. Wer eher empfindlich reagiert, greift lieber zum physikalischen Sonnenschutz (enthält meistens Titanoxid und Zinkoxid, da diese Mikropigmente die Sonnenstrahlen reflektieren).
Meistens werden allerdings beide Arten kombiniert. Achtet daher besonders darauf, dass der Sonnenschutz keine künstlichen Duftstoffe und Emulgatoren enthält. Diese Zusatzsubstanzen können allergische Reaktionen auslösen und die Empfindlichkeit der Haut erhöhen.

Mehr Informationen zu Sonnenschutz findet ihr übrigens beim Bundesamt für Strahlenschutz.

 

© Photo: Kelley Bozarth

1 Kommentare

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